Roman - Neubearbeitung in Vorbereitung

 

 

Mit einem Quantum Liebesglück. Der Überlebenskampf der kreativen Geschäftsfrau Paulina Steinbach kippt aus korruptem Sumpf in die klare Wildnis der Natur.

 

Ein Männerköder sollte der neue 'Brunnen der Weiblichkeit' im Einkaufszentrum in Graz werden. Doch es kommt anders, ein Skandal droht aufzufliegen, kleine Liebeswunder und ein Mord geschehen. Inmitten: Paulina.

Gerade zurück aus Jahren des Alleinerziehens und der Jobmiseren. Gerade mit 48 selbstständig gemacht, wird sie in zunehmend kriminelle Machtspiele verwickelt und soll beseitigt werden. Sie landet in einem WILDWALD, überraschend nahe ihrer Heimat Steiermark. In höchster Gefahr zündet Paulina ungeahnte LebensKraft - initiiert von den Blicken eines Luchses,  dem zeitlosen Gurgeln und Strömen des Wassers und sanft leuchtenden Schatten, wie von einer unsichtbaren Begleitung an ihrer Seite.

 

 

 

EINE VERKOMMENE WELT   EIN NEUES LEBEN  EINE ZWEITE LIEBE

Unterhaltsam, ironisch, spannend, sinnlich-romantisch.

 

ISBN 978-3-9504201-0-4 / edition sonberg

EUR 12,50   erhältlich im Buchhandel und Versand

Rezensionen siehe unten & auf www.lovelybooks.de

https://www.lovelybooks.de/autor/Olivia-Herzsprung/Wildfrau-1219527193-w/

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PAPPELBLATT

 

Wild geht's rum rund um die Wildfrau

Eine Frau auf neuen Wegen. Paulina Steinbach hat mehr oder weniger erfolgreich Kids gemeistert, Beziehungen ausgefochten und in der Mitte ihres Lebens wird ihr klar, dass sie einen Job benötigt, um Butter auf das Brot schmieren zu können. Sie wagt es, ein kleines Geschäft in einem megasterilen Grazer Konsumtempel zu eröffnen, in dem sie gleich auf ihre Gegenspielerin, eine ultrakalte Businessdame trifft. Mit von der Partie u.a. eine längst vergangenen Hippietagen entsprungene Astrologin, deren Kartenkünste frappierend an den üblichen kommerziellen esoterischen Brauch erinnern, der heute die Herzen von Arm und Reich erfreut. Während sich Leser auf einen Beziehungskisten- und Entwicklungsroman inklusive erotischer und neckischer Situationen einstellen, macht ihnen die Autorin etwa ab  Seite 100 einen Strich durch die Rechnung, denn da fängt mit einer Leiche im Konsumtempel der Krimi an und der ist über weite Teile so spannend geschrieben, dass es nervt, wenn man mit dem Lesen aufhören muss. Womit eine Mainstream-Rezension enden würde: Spannender Krimi mit lustbetonter Hauptdarstellerin und Herzklopfen zwichen Graz und Slowenien. (Da spielt nämlich die Story.) Und natürlich: Die Guten siegen und die Bösen wandern in den Knast.

 

Der wertvolle Gehalt der Erzählung, und hier verlassen wir die Mainstream-Rezension, wird hinter der Action deutlich. Da sind zum einen gelungene Naturschilderungen, die meist den Urwald in Slowenien betreffen, in dem sich schon die Partisanen, die die Nazis bekämpften, erfolgreich versteckten.

 

Ebenfalls anspruchsvoll die Empfindungen der Einsamkeit. Markant: Der scharfe Gegensatz Konsumtempelwelt und letzte Refugien wilder Natur. Dazu gesellen sich Handlungen, Geschehnisse, Stimmungen und Feelings, die einen mythischen oder spirituellen Hintergrund besitzen: Tod und Auferstehung im Grab, ein Einweihungsritual vieler Kulturen, die  Initiation in einer Höhle mit lebendigem Wasser, aus dem zivilisatorischen Panzer schält sich die 'wilde Frau', jener naturverbundene Menschentypus, der sich plötzlich eins mit den Blumen und Gräsern fühlt und der die Sprache der Wesen der Natur intuitiv versteht. Da darf auch das Reinigungsritual im reißenden Fluss nicht fehlen.

 

"Ich murmelte zu Baum und Wurzel, zu Kraut, Flechte und Gras, zu Schilf und Stein, zu Luft und Wasser: ich bin wie du! Es redete zurück! Und zischelte und säuselte und brauste und strömte und wetterte und leuchtetete und ... " (S281)

 

Es sei der Autorin hoch angerechnet, dass sie archaische, naturreligiöse und mystische Erfahrungen in den Handlungsstrang ohne Bruch integriert und dass sie auf die gängige peinliche Begriffe-Litanei verzichtet, die unsere moderne Esoszene kunstferne an den Gestaden der Lächerlichkeit stranden lässt. Nur selten wird der Begriff 'Spiritualität' verwendet, vielmehr ist die Handlung bemühlt, spirituelle Einsichten wortlos mitzuteilen. Lao Tse würde sich freuen, meinte er doch, das Tao, von dem man reden kann, ist nicht das Tao.

Fazit: Ein gelungener ganzheitlicher, sehr weiblicher steirischer Literaturbeitrag, mit Spannung gewürzt.

PAPPELBLATT H. 8/2016, Michael Benaglio